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Die Beerdigung

Heute war die Beerdigung der Mutter meines Mitschülers. Ich bin mitgegangen weil ich die komische Vorstellung hab das es ihm irgendwie hilft wenn er sieht das wir alle für ihn da sind. Und vielleicht hat ihm das auch geholfen. Es war schwer zu sagen, so unglaublich gefasst war er. Meine anderen Mitschüler - mich eingeschlossen - haben mehr geweint als er. Zum Teil war er es sogar der jemand anderen getröstet hat, und das bewundere ich.

Ich weiß nicht was ich zu der Beerdigung selbst sagen soll. Ich habe für meine Verhältnisse so unglaublich viel geweint. Manchmal ging es, dann kamen kurz mal keine Tränen. Doch dann wurde wieder etwas Neues gesagt das mich daran erinnert hat wie schrecklich das Ganze ist und ich hab wieder angefangen. Dann noch das laute Weinen der Mutter der Verstorbenen, was mich wieder einmal daran erinnert hat, dass Eltern ihre Kinder nicht beerdigen sollten. Es war furchtbar. Und die ganze Zeit über war er so...ruhig. Erst als er die Rose ins Grab seiner Mutter gelegt hat, fing er an zu weinen. Ich hab Schluchzen gehört und wusste nicht ob es von mir kam oder von einem meiner Mitschüler. Wahrscheinlich beides. Ich hab versucht stark zu sein als ich ihn umarmt hab. Hab versucht nicht schon wieder loszuheulen weil ich für ihn da sein wollte, aber es ging nicht.

Auch jetzt geht es nicht. Ich versuche etwas Vernünftiges zu schreiben aber ich heule schon wieder nur und krieg nichts hin.

Ich werde die Bilder von heute einfach nicht los. Mein Mitschüler, seine Schwester, sein Vater, die Mutter der Verstorbenen, meine Freunde die selbst alle weinen, der Sarg mit den Blumen, der Kranz den meine Klasse gekauft hat; und gleichzeitig Erinnerungen an die Beerdigung meines Opa's vor 4 Jahren.

Ich wünschte ich könnte mehr tun.

23.6.10 18:20


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